Zum 12. Mal fand die Berufswahlmesse Vocatium in Landshut statt.
Um bei der Berufswahl behilflich zu sein, stellte das IfT Institut mit der Fachmesse Vocatium eine Plattform zur Verfügung.
Unter dem Motto „Deine Berufswahl. Was willst Du? Was passt zu Dir?“, öffnete sich das Tor am 17. Juni der Messehalle Landshut zur Fachmesse für Ausbildung+Studium Vocatium Niederbayern. Die Veranstaltung ist bis 18. Juni weiter geöffnet.
Der ehemalige Oberbürgermeister Alexander Putz brachte es in seinem Grußwort an die Schulabgänger auf den Punkt: „für Schulabgänger ist der Ausbildungsmarkt so offen und vielseitig wie noch nie. Immer dringlicher werden gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Für die Absolventinnen und Absolventen also beste Voraussetzungen, um einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Dennoch bleibt es eine schwierige Aufgabe, sich für einen Berufsweg zu entscheiden, bei dem die individuellen Interessen und Talente optimal zu den jeweiligen Herausforderungen passen“.
62 Aussteller beraten 2350 junge Menschen im Berufswahlalter aus 30 Schulen von Stadt und Landkreis, bis Deggendorf und Moosburg. Die Berufswahlmesse Vocatium wurde vom IfT Institut für Talententwicklung veranstaltet. Das Messeteam um Projektleiterin Sabine Fronauer, hatte für die Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Wünschen 8000 terminierte Gespräche mit den Ausstellern arrangiert. Da sie schon im Unterricht auf den Besuch eingestimmt wurden, kamen sie zumeist gut vorbereitet. Darüber hinaus konnten sie weitere spontane Gespräche mit den Vertreterinnen und Vertretern von 45 Ausbildungsbetrieben, 6 Fachschulen, 7 Hochschulen und 6 Institutionen, wie Anwaltsverein und Steuerberaterkammer führen. Zum Messeangebot gehörten auch Vorträge wie sie zu Ausbildung und Studium führen.

An einem von Sabine Fronauer organisierten Pressegespräch nahmen auch drei Achtklässler der Mittelschule Ergolding teil. Die drei Schüler Raphaelle, Matej und Xelil gaben den fragenden Presseleuten als Antwort, dass sie es super fänden neue Berufe kennenzulernen. Sie hätten aber auch bereits festgestellt, dass es zwar mehr Betriebe gäbe, die Ausbildung anböten aber dennoch viele Bewerber übrigblieben, die keine Lehrstelle fänden.

Der Aussteller und langjährige Ausbilder Alexander Feistl bemerkte, dass sich die Ausbildung der Bewerber verbessert habe. Dennoch habe er auch Zeiten erlebt, in denen man jeden nehmen musste. Dabei werden die Ansprüche im Handwerk immer höher, wie bei der Ausbildung zum Gebäude oder Kältemechatroniker. Unternehmer Feistl betonte, dass gerade der firmeninterne Nachhilfeunterricht und die zusätzliche Ausbildung im BfZ Landshut von den Auszubildenden gerne wahrgenommen werden. Feistl habe seit 1. September letzten Jahres 34 Lehrlinge auszubilden. Er wünsche sich noch mehr Teilnahme von Landshuter Schulen an der Berufswahlmesse. Dieses sei aber nicht so leicht, da sie „ihr eigenes Süppchen kochen“, so die Projektleiterinnen Sabine Fronauer und IfT-Regionalleiterin Kerstin Lehme.

Bei der letzten Messe habe für die Mechatroniker Ausbildung das meiste Interesse bestanden. Bei Abiturientinnen und Abiturienten sei das neugeschaffene Studium der Architektur an der Hochschule Landshut sowie die duale Ausbildung bei Zoll und Polizei die Nummer eins.
Die für den Schirmherrn OB Dr. Thomas Haslinger, vertretende 2. Bürgermeisterin Patricia Steinberger als Schirmherrin, befand in ihrem Grußwort an Unternehmer, Auszubildenden und Presse, dass es gut sei, so ein Angebot von Vocatium anzunehmen, um sich zu orientieren wohin die berufliche Reise gehen soll.
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Fotos: h.j.lodermeier